Das Dorf schläft noch.
Irgendwo plätschert ein Brunnen. Das Matterhorn trägt die letzte Nacht noch auf den Schultern, und die erste Sonne hat den Talboden noch nicht gefunden. Reifen aufgepumpt, ein Kaffee, kein Plan ausser: hinauf.
Wallis · Eine Geschichte in fünf Kapiteln
Scrolle und fahr mit. Ein Tag auf zwei Rädern, von den schlafenden Chalets in Zermatt über die Gletscher hinab in die Rebberge des Rhonetals.
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Irgendwo plätschert ein Brunnen. Das Matterhorn trägt die letzte Nacht noch auf den Schultern, und die erste Sonne hat den Talboden noch nicht gefunden. Reifen aufgepumpt, ein Kaffee, kein Plan ausser: hinauf.
Es ist Ende September, und die Lärchen haben die Farbe gewechselt. Der Trail zieht in Kehren durch Nadeln, die wie Lampen leuchten. Zu hören sind nur Atem, Kette und, tief unten, eine Kuhglocke.
Vor Jahrhunderten haben Menschen Wasserleitungen in diese Hänge gehauen, die Suonen. Heute läuft ein schmaler Pfad daneben. Links Fels, rechts Himmel, dazwischen ein dünner Faden Schmelzwasser. Niemand redet. Niemand muss.
Die Luft wird dünn. Schneefelder, der Pfiff eines Murmeltiers und ein Gletscher, der viel länger hier ist als jeder Weg. Das ist der höchste Punkt: 2740 Meter auf dem Höhenmesser und das ganze Wallis im Rücken. Helm ab, für genau ein Foto.
Zweitausend Höhenmeter Abfahrt später fangen die Rebterrassen im Abendlicht Feuer. Reben, Trockenmauern, die ersten Lichter eines Weindorfs und ein Tisch, an dem jemand schon den Fendant eingeschenkt hat.
Ziel erreicht · 20:00
Gemacht mit Pylot
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Eine Geschichtstour, zusammengesetzt aus vielen Wallis-Tagen. Sie ist keine Routenempfehlung: Prüfe vor der Fahrt Wegregeln, Verhältnisse und deine eigenen Grenzen.